Spraydosen

 

Montana Gold

Als erstes muss ich dazu sagen, das die folgenden Erfahrungenwerte von mir sind.

Ich benutze verschiedene Spraydosen, da jeder Hersteller sich etwas unterscheidet.
Die Spraydosen von Montana Gold haben einen sehr intensiven Farbton. Leider neigen sie aber sehr schnell zum spucken.  Man sollte die Dosen sehr lange vorher schüttel und am besten noch die Dosen in einem warmen Wasserbad vorher ein paar Minuten stehen lassen. Da mir das mit dem Wasserbad aber auch zu lang dauerte, lasse ich das. Durch die Spritztechnik im horizontalen Bereich bleibt das aber meist nicht aus. Daher seit ihr gut bedient, die Farben zwischendurch immer wieder kräftig zu schütteln und den Sprühkopf ab und zu aus zu tauschen. Die Farben von Montana bleiben lange flüssig, so das man sich nicht zu arg beeilen muss, um sie zu bearbeiten. Die Montana Gold Farbauswahl ist auch sehr gut. Viele Farbtöne sind in den Helligkeiten leicht abgestuft, so das für jeden was dabei ist. Preislich liegen die Farben je nach Händler zwischen 3,80 € 4,50 €. Am besten mal in Google nach Online- Anbieter suchen. Ich will hier keine Werbung machen.

Molotow Premium

Die zweite Spraydose die ich benutze ist die von Molotow Premium. Die funktionieren so gut wie die von Montana Gold. Die Farbauswahl ist ähnlich gut, wenn nicht sogar vielfältiger. Den Farbton finde ich nicht so intensiv wie bei den Montans. Aber das ist wohl auch Geschmaksache. Mir ist aufgefallen, das die Molotow nicht so schell anfangen zu spucken.  Aber das kann auch täuschen. Es ist bei beiden Farben schon vorgekommen. Wie gesagt liegt es wohl auch an der horizontalen Spritztechnik. Die Sprühdose sprüht, wie wenn sie liegen würde. Dafür sind die Dosen eigentlich nicht gemacht. Die Molotow Premium liegen vom Preis her auch in dem Bereich zwischen 3,80 € und 4,50 €. Der Preis der Dosen ist in Ordnung und für die Kunst der Spray Paint Art ausreichend. Es gibt natürlich auch teurere Dosen. Aber das Ergebniss wird dadurch auch nicht besser. Vielmehr kommt es auf euer Talent und Technik an. Aber dazu später mehr im Bereich Technik.    

Sparvar Graffiti Art

Als drittes habe ich die Sparvar- Sraydosen ausprobiert. Die zeichnen sich dadurch aus, dass sie wenig Anteil an Lösungsmittel haben. Die weiterentwicklung von Sparvar sind die Bomba- Spraydosen. Ich habe aber die alten ausprobiert.Es war nicht so einfach an diese Dosen ran zu kommen. Mir ging es darum, weil ich im Keller sprühe, wo die Belüftung nicht optimal ist und die Dosen laut Aussagen eines Shops nicht Krebserregend sein sollen und biologisch abbaubar.
Die Farbtöne sind schön und intensiv. Leider macht sich beim Sprühen dann doch der geringe Lösungsmittelanteil bemerkbar. Die Farbe troknet sehr schnell und lässt sich dann für diese Technik des Spray Pains nicht mehr so leicht verarbeiten. Das wegkratzen des Lackes ist fast unmöglich. Selbst mit Behandlung des Klarlackes geht es sehr schlecht. Ich muss aber noch dazu sagen, dass es bei manchen Dosen besser oder aber auch schlechter geht. Liegt wohl an der Abfüllung jeder einzelnen Farbe oder Dose. Ich habe aber auch mit den Dosen von Sparvar gute Ergebnisse erziehlt. Besonders durch den geringen Anteil des Löesmittel kommt der Lack recht dickflüssig heraus und man kann daruch wieder andere Strukturen erreichen. Das kommt schon an 3D Texturen heran. Die Dosen liegen auch bei 3,80 € – 4,50 €

Cabs

Sprühköpfe

Cabs oder auch auf Deutsch Sprühköpfe.
Das ist und war für mich bisher das schwierigste Thema. Ich habe schon so viele ausprobiert. Von ganz dick ( Fatcabs ) bis hin zu feine Linien. Man braucht beides. Da will ich nicht so viel darüber sagen, weil ich mit den meisten Cabs unzufrieden bin. Ihr solltet da viel selber ausprobieren. Viel Cabs halten nicht was sie versprechen. Z.B. eine feine Linie ja aber mit einem Farbnebel am Rand. Dafür brauche ich keine dünne Linie. Viele Verkäufer bietem einem was an, wo ich mir dachte, so ein Sch…. Hat der keine Ahnung von seinem Geschäft? Macht darum bitte selber eure Erfahrungen oder nimmt erst einmal die Standartcabs, die auf den Dosen drauf sind. Der Hersteller wird sich auch etwas dabei gedacht haben. Die reichen für den Anfang und das ausprobieren. Ich habe auch so angefangen.

Tools

Hilfsmittel / Tools

Als Hilfsmittel könnt ihr alles erdenkliche nehmen. Um Texturen zu erstellen könnt ihr Zeitungspapier, Illustrierte oder sogar ein altes Telefonbuch nehmen. Selbst Prospekte , Kataloge bis hin zur Maler Abdeckfolie oder Plastiktüten nehmen. Bei jedem Hilfsmittel kann eine andere Struktur heraus kommen. Ihr könnt eine Zeitung nehmen und sie einfach leicht über die feuchte Farbe legen und dann wieder abziehen. Dann könnt ihr die Zeitung vorher zerknüllen und dann auf die feuchte Farbe legen. Es kommt auch darauf an, wie fest oder leicht ihr die Zeitung auf die Farbe drückt oder nur darüber streicht. Das bekommt man nur durch selber machen heraus. Das schöne dabei ist, dass jedes mal eine andere Struktur heraus kommt. Bei der Folie oder Plastiktüte kann man viel feinere Strukturen erreichen.Ihr müsst es echt selber machen. Man kann die Zeitung drücken, ziehen oder drehen. Alles was euch einfällt.Wichtiger ist, was für Farbtöne ihr benutzt. Beim Spray Paint früht man verschiedene Farbtöne übereinander. Da kann aus Gelb und Blau schnell mal grün werden. Fangt am besten mit der hellsten Farbe an und sprüht dann eine dunklere Farbe darüber. Es geht natürlich auch andersrum. Das ist dann auch wieder Übungssache. Und manchmal auch Glück. Ihr müsst beim Spray Paint umdenken. Es ist nicht wie beim Malen mit Acryl- oder Ölfarben, das man erst den Hintergrung malt und die helleren Objekte wie ein Baum oder Felsen darüber malt. Man sprüht als erstes die Farbe Braun für einen Baumstumpf und danach die Farbe Schwarz oder Grün darüber. Dann nimmt man als Beispiel ein Malerspachtel und kratzt die Struktur des Baumstumpfes heraus, in dem man die obere Farbe, also Schwarz oder Grün wieder weg nimmt. So entsteht durch das unregelmässige Kratzen eine Struktur des Baumes. Danach kann man die Blätter auftupfen. Dafür könnt ihr auch verschiedene Hilfsmittel nehmen. Angefangen von einem klein zerknüllten Zeitungspapier bis hin zu einer alten Tennissocke. Da kann man auch vieles ausprobieren bis es einem gefällt.

Jetzt hatte ich schon einmal die Malerspachtel erwähnt. Die Malerspachtel ist gut für Felsen ausarbeiten bis hin zur Struktur eines Berges. sie ist vielseitig verwendbar. In Fachgeschäften von Künstlerbedarf könnt ihr die in verschiedenen Grössen erwerben. Am Anfang braucht ihr eigentlich nur die kleinste Rautenförmige. Die kostet 2.-€ -3.- €.  Um grössere gerade Kanten  oder Striche zu sprühen, könnt ihr euch die Spachtel vom Baumarkt holen.  Ich nehme zum Beispiel auch ein altes Laminat- Brett um lange Kanten zu sprühen. Also schaut erst bei euch im Keller nach, bevor ihr Geld ausgibt. Es findet sich immer etwas. Alles ausprobieren und man findet immer wieder neue Gegenstände die sich für spezielle Arbeiten anbieten. Da könnt ich ewig weiter machen.

Schablonen

Für das abdecken von Planeten könnt ihr alles nehmen was kreisrund ist. Am besten eignen sich ein Deckel von einem Kochtopf, weil da schon der Griff des Deckels dran ist. Ihr könnt auch Deckel von Dosen oder Plastikverpackungen nehmen. Ich habe oft die Plastikdeckel von den Haribodosen im gebrauch. Sie sind rund und vor allem flach. Flach ist wichtig, weil ihr ja nach dem Abdecken von z.B. Planeten den Hintergrund in eine andere Farbe sprühen müsst. Das alleine wäre kein Problem. Aber wenn ihr einen verschieden farbigen Hintergrung machen möchtet, wie zum Beispiel einen Himmel und ihr einen Becher oder hohen Deckel als Schablone benutzt, werdet ihr sehen, dass ihr nicht gleichmässig sprühen könnt, weil der Becher im Weg ist. Darum immer versuchen eine flache Schablone zu finden. Das ist auch kein Problem. Schaut euch einfach mal in einem Lebensmittelgeschäft um und ihr werdet fündig. Natürlich gehen aber auch Becher, Tassen oder Gläser. Es kommt immer darauf an was oder wie ihr den Hintergrund besprühen wollt. Dann kommen wir noch zu den Handgemachten Schablonen. Am einfachten ihr nehmt ganz normales Druckerpapier. Das ist am billigsten. Gut, es kommt immer darauf an, ob ihr selber etwas zeichnen wollt oder etwas abpausen. Aber selbst für bedruckte Vorlagen könnt ihr normales Druckerpapier nehmen. Druckerpapier reisst halt oft auch mit einem scharfen Cuttermesser leicht ein. Ihr müsst euch aber im Klaren sein, dass man die Schablone in der Regel nur einmal benutzt. Es ist anders wie zum Beispiel beim Airbrush. Da sprüht man mit einer Pistole die Farbe in ganz dünnen Schichten auf. Beim Spray Paint mit der Sprühdose ist das meist ein dicker Strahl der aus der Dose kommt. Nach dem Aufsprühen ist das Papier mit Farbe verklebt und wellt sich auch durch die Feuchtigkeit. Man kann natürlich auch dickeres Papier nehmen. Ich habe links in dem Bild ein Papier mit 230 Gramm genommen. Der Hintergund war aber, dass dieses Bild nur ein Versuch war, und ich die Schablone wahrscheinlich noch einmal verwenden möchte. Zum anderen ist das natürlich auch eine sehr aufwendige und zeitintensive Schablone gewesen. Wenn ihr aufwendige sogenannte Step by Step Schablonen machen möchtet, die ihr vielleicht auch mehrmals anwenden möchtet, empfehle ich kein Papier zu verwenden, sondern eine dursichtige dicke Folie. Es gibt da eine sehr gute Folie, die eigentlich im Airbrushbereich zu finden ist. Eine Mylar- Folie. Sie ist sehr dick und vor allem Lösemittelbeständig. Man kann die Folie nach Gebrauch gut mit etwas Verdünnung wieder vorsichtig reinigen. Kostet natürlich etwas mehr. Ist auch für den fortgeschrittenen gedacht. Ein riesen Vorteil ist halt, dass die Folie fast durchsichtig ist. Warum fast? Die Folie ist etwas milchig. Aber man findet halt schneller den Punkt, wo man die Schablone anzetzen möchte. Bei einem  Papier sieht man nie richtig wo man die Schablone anzetzen muss. Das ist besonders wichtig wenn man eine Step by Step Schablone hat. Also wenn man mehrere Schablonen nach und nach übereinander setzen muss. Das fängt schon bei der zweiten Schablone an. Man möchte ja ein sauberes Motiv haben. Dazu gehören auch wieder ein paar Übungen.  Also fangt erst einmal mit billigen Druckerpapier an und sprüht es auf Papier. Ihr solltet auch schauen, dass der Untergrund und die Schablone immer bündig sind. Es sollte keine Luft da zwischen sein. Sont bekommt ihr eine unscharfe Kante oder die Farbe läuft under die Schablone.Ihr solltet immer da wo ihr gerade sprüht die Kanten mit einem Stift oder der Melerspachtel auf den Untergrung drücken. Zu not auch mit den Fingern. Ihr könnt auch Gewichte an den Rand der Schablone legen. Das ist die einfachste aber zeitaufwendigste Möglichkeit. Das bekommt ihr aber auch schnell durch Übung heraus.

Ausser Papier- oder Folienschablonen könnt ihr alles mögliche als Schablone nehmen, Da sind der Fantsie keine Grenzen gesetzt. Je nach dem was ihr für Strukturen oder Bilder erreichen möchtet. Angefangen von der Schablonenschreidetechnik gibt es noch einige andere Schablonentechniken. Ihr könnt mit einem Netzt, wo zum Beispiel die Kartoffeln oder Zwibeln verpackt sind eine schöne Netzstruktur bekommen. Das geht von einem Muster bis hin zu einer Schlangenhaut.  Eine Feder ist auch eine gute Möglichkeit einen Hintergrung zu sprühen. Und so weiter. Einfach kreativ sein und ausprobieren.

Malgrund

Maluntergrund

Jetzt noch etwas zum Maluntergrund. Ursprünglich hat man auf einem ganz normalen Papier in den 80. Jahren in Mexiko angefangen. Da gab es noch keine so grossen Fotopapiere wie heute. Ihr könnt euch teures hochglanz Fotopapier kaufen.  Aber das ist meiner Meinung nach heraus geschmissenes Geld. Ich kaufe mir immer das  Dorée / Bristol von (jetzt muss ich wohl doch Werbung für deutsche machen. Ich weiss nicht ob es die auch Europaweit gibt.) Boesner Künstlerbedarf. Es ist halt eine Eigenmarke von denen. Die haben zwar ein komisches Mass von 65 cm x 50 cm und 300g schwer. Hat eine glatte Oberfläche und kostet der Bogen um die 80 Cent. Wenn ihr das Papier teilt, habt ihr ein tolles Mass von 50 cm x 32,5 cm das sehr gut in einen Rahmen mit der Grösse 60 cm x 40 cm passt.  Müsst ihr aber bei Boesner in einer Filiale kaufen. Da kann man die Bögen einzeln kaufen. Im Internet gibt es nur 100er Pack. Und es ist ein Geschäft nur für Künstler. Als Normalkunde kann man da nicht einkaufen. Aber wenn ihr Künstler seit oder welche werden wollt, könnt ihr in eine Filiale gehen und euch als Künstler anmelden. PS. als Künstler braucht ihr kein Gewerbeschein. Zum Anfang könnt ihr aber wirklich erst auf einen ganz normalen Zeichenblock anfangen. Zumal die amerikaner oder Mexikaner meist mit glänzenden Farben arbeiten. Die Farben bei uns sind in der Regel matt. Man kann auf die fertige Arbeit einen Klarlack sprühen. Das schützt das Bild auch. Man braucht sowieso einen Klarlack, wie oben schon erwähnt. Wenn die Farbe schon am trocknen ist, kann man die Farbe zum weiter bearbeiten mit Klarlack wieder anfeuchten. Ihr könnt auch die Sprühfarben aus dem Baumarkt nehmen. Aber da werdet ihr auf Dauer nicht glücklich. Und giftiger sind die wohl auch. So habe ich auch angefangen. Wobei die Baumarktfarben eher teurer sind als die Graffitifarben.
Natürlich kann man auch auf den sogenanten Keilrahmen schöne Bilder erstellen. Da braucht man auch keinen extra Rahmen mehr kaufen. Der Keilrahmen ist mit einem Gewebe bespannt und in der Regel Vorgrundiert. Je teurer der Rahmen ist, je mehr Schichten Grundiert. Das gieht ja noch. Man kann das Gewebe selber noch besser grundieren. Wichtiger ist wirklich der verarbeitete Holzrahmen. Bei billigen Rahmen verzieht sich öfters das Holz und der Keilrahmen bekommt einen Bauch oder biegt sich nach innen. So könnt ihr keinen Kundenauftrag heraus geben. Jetzt zum Gewebe. Das Gewebe hat eine Struktur. Je nach Bezug ist es feiner oder gröber. Es gehört schon ein wenig Übung dazu mit dem Malerspachtel einen Baum oder Felden heraus zu kratzen. Das Gewebe gibt nach und die Struktur auf dem Gewebe kann einem schon einmal abrutschen lassen. Es ist ein komplett anderes Arbeiten. Das Gewebe saugt auch den Lack etwas auf. Das passiert beim Papier nicht. Wo ihr beim Papier eher zu viel Farbe darauf gesprüht habt und die Farbe weg fäuft, ist es beim Keilrahmen eher so, dass ihr nachsprühen müsst um den Lack noch zu bearbeiten. Also übt nicht gleich auf Keilrahmen, sondern fangt erst auf papier an um die Technik zu lernen.
An sonsten hebt die Farbe auf so gut wie alle Untergründe. Ob Mülleimer, Briefkästen, Spielekonsolen, Computer, Motorrad, Autos, Fahrräder und und und… Es sind keine Grenzen gesetzt.  

 

Ich hoffe, dass ich euch ein wenig helfen konnte und über die Grundlagen der Spray Paint Art Technik etwas aufgeklärt habe. Es kann eigentlich jeder Mann und jede Frau erlernen. Die Techniken sind leicht. Es gehört Übung dazu aber machbar. Das Interessante dabei ist, man lernt nie aus und jedes mal kommt etwas anderes heraus. Mit Fantasie kann man immer wieder neue Techniken und neues Material entdecken, mit dem man arbeiten kann. Wenn euch der Beitrag gefallen hat und ihr es einmal ausprobieren möchtet, dann weiss ich das sich meine Mühe gelohnt hat. Wenn ich noch mehr Erfahrung gesammelt habe setze ich noch mehr Tipps rein

Schaut euch meine Viedeos auf Youtube an. Ich habe einen Link unten auf der Startseite hinterlegt. Da könnt ihr auch mal in der Praxis sehen. Ich bin auch kein Profi und mache Spray Paint auch erst seit anfang 2016. Wenn ihr Fragen habt oder mal nicht weiter kommt, kontaktiert mich. Meine E- Mail findet ihr im Impressum.

Viel Spass und gutes gelingen

Euer Hellsing